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Die Scham

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Die Scham - Essay

Annie Ernaux

aus unserer Essays-Abteilung

Die Scham

Die Scham

Annie Ernaux

Vorr├Ątig

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Aus dem Franz├Âsischen von Sonja Finck

Juni 1952, die kleine Annie ist 12 Jahre alt. Eines Sonntagnachmittags geschieht etwas Entsetzliches ÔÇô ohnm├Ąchtig muss sie miterleben, wie der Vater die Mutter umzubringen versucht. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Vater, und Annie versucht, den Eklat zu vergessen. Bis sie, nahezu ein halbes Jahrhundert sp├Ąter, auf ein altes Foto st├Â├čt, das eine Flut von Erinnerungen ausl├Âst. Aber was genau ist damals geschehen? Und wie ist es dazu gekommen?

Je tiefer Annie in dieses entscheidende Jahr eintaucht, umso deutlicher wird ihr die Spannung, in der die Eltern lebten, zwischen dem Wunsch nach sozialem Aufstieg und dem dem├╝tigenden R├╝ckfall in die alten Verh├Ąltnisse. Und auch Annies Zerrissenheit gewinnt an Kontur, ihr immer wieder schmerzhaftes Bem├╝hen, dem Einfluss einer religi├Âsen Erziehung zu entrinnen und der bohrenden Sehnsucht nach Aufbruch und einem besseren Leben zu folgen.

Scham ist das beharrliche Gef├╝hl der eigenen Unw├╝rdigkeit. Annie Ernaux seziert es an sich selbst, indem sie weit zur├╝ckschwingt in eine eigentlich unfassbare Episode ihrer Kindheit und in eine Vergangenheit, die nicht vergehen will.


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Zur Autorin, weitere Werke: Annie Ernaux

Leseprobe: Die Scham


Die Scham, Broschur, Suhrkamp 21.11.2021, 110 S., 11.- ÔéČ, ISBN 978-3-518-47180-7


┬╗[Ernaux] hat uns B├╝cher geschenkt, die schmerzen, aber auch heilen, weil sie uns zeigen, dass wir mit unseren Verletzungen nicht allein sind, dass wir nicht die Einzigen sind, die 'so' sind. Die Scham ist eines davon.┬ź Bettina Hartz, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

┬╗Die Wucht der B├╝cher von Annie Ernaux liegt in der Genauigkeit und Klugheit einer Analyse, aus der weder Selbstmitleid noch irgendein weiterf├╝hrendes Interesse f├╝r sich selbst sprechen. Ernaux macht Band f├╝r Band vor, wie autobiografische ├ťberlegungen zu Essenzen von Wahrheit f├╝r alle f├╝hren k├Ânnen.┬ź Christine Schneider, Frankfurter Rundschau

┬╗Ernaux' Buch ist in seiner K├╝rze eindringlich, soziologisch wertvoll ...┬ź Der Tagesspiegel

┬╗... pr├Ązise und analytisch, hochpers├Ânlich und universell ...┬ź Julia Lorenz, taz. die tageszeitung

┬╗Jenseits [von Normalit├Ąt, Respekt und W├╝rde] bleibt eine Scham, die wohl selten so genau beschrieben wurde wie hier und die, das sollte beim Lesen und Loben dieses gro├čartigen, keineswegs historischen Buches niemand vergessen, auch heute noch viele Menschen ganz genau kennen.┬ź Sabine Rohlf, Berliner Zeitung

┬╗Annie Ernaux hat die soziologisch grundierte Selbsterforschung zur Meisterschaft gebracht. Nun erscheint ihr zentrales Werk Die Scham.┬ź Hanna Engelmeier, S├╝ddeutsche Zeitung

┬╗... ein schonungsloses Selbstportr├Ąt der Frau in der franz├Âsischen Gesellschaft.┬ź Barbara Vinken, DIE WELT

┬╗Ich bin ein gro├čer Bewunderer von allen Texten von Ernaux.┬ź Christian Berkel, Literarisches Quartett

┬╗Ber├╝hrend, klug geschrieben, kluge Frau, kluge Schriftstellerin. ÔÇŽ Annie Ernaux kann ich jedem nur empfehlen.┬ź Olli Schulz, Fest und Flauschig

┬╗Ersch├╝tternd.┬ź Deutschlandfunk Kultur

┬╗[Eine] Meisterin der ethnografischen Tiefenbohrung.┬ź Angela Gutzeit, Deutschlandfunk

┬╗Die Ethnologin ihrer selbst, wie [Annie Ernaux] sich in diesem ernsten und absolut lesenswerten Buch explizit nennt, denkt die pers├Ânliche Scham weiter, positioniert ihre Familie in der Welt der Unterdr├╝ckten und entlarvt die soziale Determiniertheit. Das macht sie in der ihr eigenen, unverwechselbaren Schreibweise: klar, n├╝chtern und zuweilen trocken. Keine Metaphern, keine Gef├╝hlsduseleien, nichts ├ťberfl├╝ssiges.┬ź Susanne von Schenck, Saarl├Ąndischer Rundfunk

┬╗Die Scham ist ein qu├Ąlendes Gef├╝hl der Unw├╝rdigkeit und Unterlegenheit. Etwas, das dem Ideal der Chancengleichheit in einer demokratischen liberalen Gesellschaft zutiefst widerspricht und im Verborgenen rumort. Im Leben vieler Menschen. Auch in Deutschland, wo es erstaunlicherweise bislang keine Literatur gibt, die diese unangenehme Wahrheit so ber├╝hrend und n├╝chtern, so klug und klar benennt wie Annie Ernaux.┬ź SWR2

┬╗[Annie Ernaux] legt von Anfang an die Karten, sprich ihre Gef├╝hle, auf den Tisch. Diese Verletzlichkeit macht die Faszination ihres Schreibens aus.┬ź Katia Schwingshandl, Buchkultur (04/2020)


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Annie Ernaux - Die Scham - ISBN 9783518471807 (978-3-518-47180-7)

Normdaten (Die Scham): VIAF: | GND: 1230565353